Vom Kupferbergbau bis zum Kalten Krieg
Am Mittwoch, 25. März 2026, starteten 20 Wanderlustige zu einem informativen Streifzug durch das Richelsdorfer Gebirge. In dieser Gegend wurde bereits seit 1460 Kupferkies abgebaut und zu Kupfer verhüttet, ein Metall was damals und auch noch später als Gebrauchsmetall, z. B. für Haushaltsgegenstände gebraucht wurde. Aber nicht nur das, wer wusste denn schon, dass das Richelsdorfer Kupfer auch nach Kassel geliefert wurde, um daraus den Herkules zu gießen.
In Bosserode und Richelsdorf stand der Besuch von zwei Kirchen auf dem Programm. Beide Gebäude waren ehemalige Wehrkirchen, also Gebäude in denen früher, neben den Gottesdiensten, auch Schutz im Fall eines Angriffs gesucht wurde. Die weitere Entwicklung war dann allerdings sehr unterschiedlich.
Während sich die Kirche in Bosserode heute sehr schlicht im Inneren zeigt, ist die Richelsdorfer Kirche innen ein einziges Gemälde. Die Malerei ist aus der Zeit des „Bauernbarock“, der hier im osthessischen Raum entstand.
Die Kirche in Bosserode dagegen beherbergt einen Kunsthistorischen Schatz in Form eines geschnitzten Flügelaltars aus dem 15. Jahrhundert.
Die Geschichte beider Kirchen wurde durch den sehr engagierten Gemeindepfarrer anschaulich vermittelt.
Nach der „alten Geschichte“ folgte die „neuere Zeit“ auf dem Fuß: Die Wanderung führte die Gruppe auch an die Stelle, an der von 1947 bis 1992 der sogenannte „Point Romeo“ angesiedelt war. Hierbei handelte es sich um einen amerikanischen Beobachtungs- und Horchposten an der innerdeutschen Grenze, die in diesem Bereich Deutschland teilte.
Nach rund 14 km fand der informative Wandertag mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken ein gelungenes Ende.

